Regionale Bezeichnungen
Neben dem Begriff "Brötchen", der vornehmlich im nördlichen Teil des deutschen Sprachraums Verwendung findet, bestehen in verschiedenen Regionen diverse andere Bezeichnungen. Zum Teil wird zwischen "großen" (doppelten) und "kleinen" (einfachen) Brötchen unterschieden.
Brötchen selbst kommt vor allem in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, im nördlichen Rheinland-Pfalz, weiten Teilen Hessens, im nördlichen Sachsen-Anhalt und Teilen Brandenburgs vor. In Thüringen, im südlichen Sachsen-Anhalt und in Sachsen wird sowohl "Brötchen" als auch "Semmel" verwendet. Bäcker Internet-Verzeichnis wo sie alles online bestellen können.
In einigen Regionen besteht ein Bedeutungsunterschied zwischen "Brötchen" und "Semmel", in den meisten sind es jedoch Synonyme. Auch "Rundstück" und "Schrippe" differieren in der Gegend um Hamburg durch unterschiedliche Formen. Hier gilt Brötchen als die Gemeinschaftsbezeichnung (siehe auch Roggenbrötchen, Sesambrötchen usw.).
- Semmel (von lateinisch: simila = Weizenmehl, ursprünglich aus dem Assyrischen samidu = weißes Mehl) in Bayern, Österreich, Franken, Tschechien (žemle) und im fränkischen Teil Thüringens (Südthüringen), teilweise auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen
- Weck(-e/-en/-le/-la) vor allem in Baden-Württemberg, Rheinhessen, Südhessen, der Pfalz, Franken und dem Saarland; in anderen Regionen bezeichnet Wecken eine Brotgröße
- Weggli, Weggen in der Schweiz
- Rundstück in Schleswig-Holstein, Hamburg und Teilen des nordwestlichen Niedersachsens (siehe auch Hamburger)
- Schrippe (von schripfen = mit einem Messer einritzen[1]) in Berlin und Brandenburg, aber auch in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
- Kipf(-l/-la/-le), Laabla (Laiblein), Stella in Franken
Regionale Varianten
Es gibt zahlreiche regionale Varianten, die Brötchenteig oder ähnlichen Teig verwenden, aber in der Form erheblich abweichen und eigene Bezeichnungen haben.
- Fastenwaien werden in der Schweiz und in Südwestdeutschland während der Fastenzeit in den Bäckereien angeboten. Der Teig enthält Fett und /oder Eier, wird flach rautenförmig ausgezogen, vierfach eingeschnitten und mit Kümmel bestreut.
- Hörnchen sind hörnchenförmig gebackene Brötchen aus Semmelteig oder Milchbrötchenteig. Hörnchen fühlen sich von allen Brötchen am weichsten beim Zubeißen an, das gebackene Brötchen gibt sehr nach. In der Tschechischen Republik und in der Slowakischen Republik ist die Hörnchenform für Brötchen Standard. Im deutschsprachigem Raum gibt es sie zum Beispiel in Sachsen und im Rheinland. In manchen Regionen, zum Beispiel im Rheinland, gibt es Hörnchen- und Stangengebäck aus Brötchenteig vorrangig mit Käse überbacken oder mit Kümmel, Salz oder anderen Zutaten bestreut.
Allgemeine Varianten
- Schwedenbrötchen auch Blätterteigbrötchen oder Dänische Brötchen. Der Brötchenteig wird mit Fett touriert, wie Plunderteig.
- Roggenbrötchen müssen in Deutschland mindestens 50 % Roggenmehl enthalten.
- Milchbrötchen (auch Mundbrötchen in Sachsen, Micken im Ruhrgebiet, auch Milchhörnchen) enthalten Milch oder Milchpulver im Teig.
- Fettsemmeln enthalten Fett im Teig.
- Kartoffelbrötchen enthalten Kartoffelstärke.
- Mohn-, Sesam-, Kümmelbrötchen usw. sind Varianten einfacher Brötchen, die auf der Oberseite mit Gewürzen, Samen, Salz oder Getreide bestreut sind. Sie werden auch in Form von Hörnchen oder Stangen gewickelt.
- Partybrötchen sind kleine, ca. 15-20 Gramm schwere Brötchen. Sie werden vor dem Backen mit Zwiebeln, Speck, Mohn, Sesam, grobem Salz oder Sonnenblumenkernen bestreut. Oft werden die Teiglinge zu Brötchenrädern (auch Partyrad oder Partysonne genannt) in der Größe von Fladenbroten zusammengelegt. Durch ihre geringe Größe sind sie im Vergleich zu herkömmlichen Brötchen deutlich besser ausgebacken und knuspriger.
- Pizzabrötchen einfache, in Pizzerien weit verbreitete Form von Brötchen, die aus herkömmlichem Pizzateig hergestellt werden.
- Vollkornbrötchen enthalten Vollkornmehl und können mit Zusatzstoffen dunkel gefärbt werden.
Eierweck
- Rosinenbrötchen oder regional Mürbchen oder Hedeweggen/Hedwig sind gebackene süße Milchbrötchen. Sie werden aus Weizenmehl, Milch, Zucker, Margarine, Hefe, Backmalz, Salz und Rosinen hergestellt.
- Eierweck bestehen im Prinzip aus den gleichen Zutaten wie Rosinenbrötchen, werden jedoch ohne Rosinen hergestellt und meist während des Backens oberseits in der Mitte der Länge nach aufgerissen.
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